Tübinger Ärzte setzen auf Conductance-Technik
Von Jahr zu Jahr schreitet die medizinische und technische Entwicklung in der Behandlung von angeborenen Herzfehlern voran. Dies ist ein großes Glück, denn vielen Kindern, die noch vor Jahren keine Lebenschance gehabt hätten, kann dank dieser Verbesserungen heute oftmals ein nahezu unbeschwertes Leben ermöglicht werden. Unsere Fördergemeinschaft unterstützt zahlreiche Projekte, die dazu beitragen, auch komplizierte Herzfehler erfolgreich zu diagnostizieren und zu behandeln. Dazu zählt auch das wissenschaftliche Forschungsprojekt der kinderkardiologischen Abteilung des Universitätsklinikums in Tübingen.
Hier will das Team um Professor Michael Hofbeck Erkenntnisse gewinnen, wie anhand der sogenannten Conductance-Technik der optimale Operationszeitpunkt bei Kindern mit angeborenen Herzfehlern genau bestimmt werden kann.
Die bislang üblichen Verfahren wie Ultraschall und Herzkatheter sind für bestimmte Herzfehler, die die Funktion der rechten Herzkammer betreffen, bei weitem nicht präzise genug. Eine zu späte Operation kann jedoch zu einer Funktionseinschränkung des Herzens, Herzrhythmusstörungen oder sogar Herzversagen führen. Mit Hilfe der neuen Untersuchungsmethode hoffen die Mediziner, sich in Zukunft ein exaktes Bild über den Zustand der rechten Herzkammer machen zu können und jede Veränderung von Druck und Volumen schnell zu erkennen. Die bisherigen Ergebnisse der Conductance-Technik sind sehr vielversprechend. Bis dieses Verfahren jedoch als Routine in den Klinikalltag eingeführt werden kann, sind noch umfangreiche wissenschaftliche Arbeiten erforderlich. Dieser Aufgabe widmet sich das Projekt, das die Tübinger Wissenschaftler in enger Kooperation mit anderen deutschen Kliniken und Universitäten, unterstützt durch unsere Fördergemeinschaft, bearbeiten.



