Neuigkeiten aus Gießen

In loser Folge möchten wir unseren Freunden und Förderern Einblick in die Projektfortschritte an unseren Forschungsstandorten geben.

Erfahren Sie heute Neues aus dem Kinderherzzentrum Gießen, wo mit dem von der Fördergemeinschaft angeschafften hochmodernen Magnetresonanztomographen (MRT) seit August 2008 selbst die schnell schlagenden Herzen von Frühgeborenen präzise und strahlungsfrei untersucht werden. Zudem werden hier Kontrolluntersuchungen herzoperierter und -transplantierter Kinder im Rahmen eines Forschungsprojekts mit dem MRT durchgeführt.
Bereits in den ersten 12 Monaten konnte die MRT-Untersuchung bei 136 Kindern den Herzkatheter ersetzen, so dass die Kinder keiner Strahlenbelastung ausgesetzt waren. Bei 221 weiteren Kindern wurde aufgrund der MRT-Voruntersuchung der Herzkathetereinsatz verkürzt.
Im Rahmen eines weiteren Forschungs-Teilprojekts wurden bisher über 30 herztrans- plantierte Kinder und Jugendliche untersucht, bei denen regelmäßige Kontrollen eine mögliche chronische Abstoßungsreaktion frühzeitig erkenn- und behandelbar machen sollen. Ein weiteres Teilprojekt untersucht den Blutkreislauf von bislang über 50 jungen Patienten, deren Herzfehler mittels der sogenannten Fontan-Operation korrigiert wurden. Bei Patienten mit nur einer Herzkammer wird mit diesem Eingriff die nötige Kreislauftrennung erreicht. Dabei konnten die Forscher bereits zeigen, dass eine Patientengruppe auf zusätzlich eingeatmeten Sauerstoff positiv mit Gefäßerweiterung reagierte, eine andere jedoch nicht. Dies ist einer der Punkte, die in Gießen in Zukunft weiter erforscht werden sollen, um Nutzen für die kleinen Patienten daraus zu ziehen.

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