Tag des herzkranken Kindes am 5. Mai

Viviane malt ein Bild für unsere Spender

Bonn, 04.05.2013. Der „Tag des herzkranken Kindes“ am fünften Mai ist für Viviane und ihre Familie aus Bonn ein ganz besonderer Tag. Er erinnert sie an Vivianes Geburt vor vier Jahren. Ihrem Herz fehlten die linke Herzkammer und die Herzklappe. Mit drei risikoreichen Operationen konnten die Herzspezialisten des Bonner Universitäts-klinikums ihr Leben retten. Vivianes Geschichte geht gut aus: Heute lebt sie in der Mitte ihrer Familie - mit halbem Herzen. Der angeborene Herzfehler ist die häufigste angeborene Organerkrankung. In Deutschland werden jedes Jahr etwa 7.000 Kinder mit einer Fehlbildung des Herzens oder der herznahen Gefäße geboren. Jedes 100. Kind kommt in Deutschland mit einem Herzfehler zur Welt. Etwa zwei Drittel der Kinder müssen mindestens einmal am offenen Herzen operiert werden. Allein im Kinderherzzentrum Bonn werden jährlich bis zu 120 lebensrettende Herzoperationen und etwa 180 Herzkatheter durchgeführt.

Das war vor rund zwei Jahrzehnten noch undenkbar: „Als Eltern herzkranker Kinder und Ärzte 1989 in Bonn eine Fördergemeinschaft zur Verbesserung der Situation von Kindern mit angeborenen Herzfehler gründeten, herrschte akuter Notstand in der Kinderherzchirurgie“, so Jörg Gattenlöhner, Geschäftsführer der „Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzen e.V.“. Heute kann die Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzen e.V. wichtige Groß- und Kleinprojekte unterstützen. So würde vermutlich das hochspezialisierte Deutsche Kinderherzzentrum Sankt Augustin ohne die Initiative der Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzen e.V. nicht existieren. Aktuell unterstützt die Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e.V. das Kinderherzzentrum Bonn bei einer Studie zur Standardisierung der schonenden 3D-Echtzeit-Echokardiographie. Darüber hinaus sind Überlegungen im Gange im Rahmen des geplanten Umzugs des Kinderherzzentrums Bonn von der Adenauerallee auf den Venusberg und die damit verbundenen Chancen für Herzkranke Kinder weiter zu unterstützt. Auch bundesweit fördert die Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzen e.V. medizinische Projekte für kleine Herzpatienten. „Heute überleben 97 Prozent der so genannten „Herzkinder“ ihren angeborenen Herzfehler. Das ist nur möglich mit Investitionen in Forschung, Diagnostik und Therapie. Wir wollen, dass die Zahl der Kinder, die überleben auf 100 Prozent steigt. Dabei hilft uns jede Unterstützung und jede Spende“, erläutert Jörg Gattenlöhner. Mit vielen Aktionen wollen Initiativen, Ärzte, betroffene Familien und Förderer am 5. Mai auf das Schicksal und die Möglichkeiten für herzkranke Kinder aufmerksam machen.