Neues digitales Röntgengerät für Eritrea

Dank einer großzügigen Geldspende eines unserer Spender aus dem süddeutschen Raum konnte kinderherzen das fahrbare, digitale Röntgengerät für das International Operation Center for Children Asmara/Eritrea (IOCCA) finanzieren.
Das Röntgengerät kostet 66.000 Euro – eine Investition, die uns sehr am Herzen liegt.

Nothilfe in Eritrea

Seit 1997 fliegt Kinderherzchirurg Dr. Andreas Urban, Head International Programme Paediatric Cardiac Surgery, zweimal im Jahr in das ostafrikanische Land Eritrea, eines der ärmsten Länder der Welt. Er und sein Helferteam operieren dort herzkranke Kinder und pflegen sie anschließend gesund. Für die kleinen Patienten und deren Eltern, die um ihr todgeweihtes Kind bangen, ist die Operation die letzte Hoffnung.

Nach seinem ersten Besuch der Klinik in der Hauptstadt Eritreas, Asmara, war er fassungslos und berichtete: „Mir blieb die Luft weg. … die Intensivstation war ein dunkles, stinkendes Loch mit defekten Beatmungsgeräten aus der Vorkriegszeit; kein Patient verließ sie lebend.“ Schnell stand fest: „Es ist unsere Aufgabe, hier zu helfen!“

Gesagt, getan!

Nach und nach konnten Dr. Urban und sein Team die Bedingungen in der Klinik verbessern, oder besser gesagt: Auf einen menschenwürdigen Standard bringen. Der Aufbau einer modernen Intensivstation war ein großer Erfolg. Mittlerweile wird das ehrenamtlich tätige Team um den Kinderherzchirurgen auch von berufserfahrenen Teams aus der Schweiz und Italien unterstützt.

Röntgenstrahlen aus der Steinzeit

Das IOCCA hat keine eigene Röntgenabteilung. Die herzkranken Kinder wurden bisher vor ihrer Herzoperation zu Fuß zum Röntgen in die etwa fünf Kilometer entfernte Orotta Klinik geschickt. Die Röntgenbilder, die dort geschossen wurden, waren miserabel und hatten nahezu keinen Informationsgehalt für den Arzt.

Nach der anstrengenden Operation müssen die kleinen Patienten auf der Intensivstation mehrfach geröntgt werden. Da die Kinder ihr Bett nicht verlassen können, wurde dafür bisher das einzige, mobile Röntgengerät des IOCCA verwendet: Ein ca. 40 Jahre altes, analogen Gerät, das die Kinder einer enormen Strahlenbelastung aussetzte – trotz Bleischürze. Um sich selbst nicht den schädlichen Strahlen auszusetzen, verließ der Röntgenassistent bislang den Raum, ließ den Patienten allein und schoss das Bild mithilfe eines etwa 10 Meter langen Kabels.

kinderherzen hilft: Hoffnung durch digitale Technik

Das neue Röntgengerät, das wir durch die Großspende kaufen konnten, verbessert die Umstände für die Herzpatienten enorm. Es handelt sich um ein neues, mobiles und digitales Röntgengerät. Im Vergleich zu seinem steinalten analogen Vorgänger ist die schädliche Strahlenbelastung um etwa 50% minimiert. Hinzu kommt eine um etwa 70% kürzere Belichtungszeit. Die Bildqualität ist hervorragend und die Ergebnisse erscheinen innerhalb von knapp 30 Sekunden digital auf dem Monitor, wo die behandelnden Ärzte sie nach Bedarf vergrößern oder nachbearbeiten können.

Durch das neue Röntgengerät konnte kinderherzen die Situation der herzkranken Kinder in Eritrea entscheidend verbessern.

Ein großes Dankeschön an unseren Spender – uns geht das Herz auf bei einer solch großartigen Unterstützung unserer Arbeit!

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