Eritrea

Häuser in Eritrea.

Wohnsituation von vielen herzkranken Kindern in Eritrea.

Der Staat Eritrea liegt im Nordosten Afrikas. Die größte Stadt Eritreas ist die Hauptstadt Asmara. Über Fünf Millionen Menschen leben in dem von Hochebenen durchzogenen Land am Roten Meer. Es ist eine junge Gesellschaft, fast die Hälfte sind Kinder. Die Folge jahrzehntelanger blutiger Auseinandersetzungen, wiederkehrende Dürreperioden und staatlicher Zwang machen den Menschen zu schaffen. Eritrea ist eines der am schlechtesten entwickelten Länder der Welt. Für die rund 2,6 Millionen Mädchen und Jungen unter 14 Jahren gibt es fünf Kinderärzte, darunter eine Kinderkardiologin, keinen kinderchirurgischen Facharzt und keinen Kinderherzchirurgen. Eine lebensrettende Behandlung von herzkranken Kindern ist folglich kaum möglich.

Katastrophale Bedingungen

1997 besuchte Kinderherzchirurg Dr. Andreas Urban zum ersten Mal das ostafrikanische Land. Er und sein Helferteam sind für herzkranke Kinder und deren Eltern, die um ihr todgeweihtes Kind bangen, die letzte Hoffnung. Seine Eindrücke schildert er heute so: „Mir blieb die Luft weg. … die Intensivstation war ein dunkles, stinkendes Loch mit defekten Beatmungsgeräten aus der Vorkriegszeit; kein Patient verließ sie lebend.“ Daraus leitete er schnell die Erkenntnis ab: „Es ist unsere Aufgabe, hier zu helfen!“

Dr. Urban bei Herz-OP

Dr. Urban und sein Team bei einer Operation am Kinderherzen.

Unsere Mission

Seither fliegt er mit seinem qualifizierten Helferteam aus Kinderkardiologen, OP-Helfern, Kinderintensivpflegern, Kardiotechnikern und medizinischen Fachkräften zweimal jährlich nach Asmara, um die Herzkinder vor Ort zu operieren.

Nach und nach konnten Dr. Urban und sein Team die Bedingungen in der Klinik verbessern, oder besser gesagt: Auf einen menschenwürdigen Standard bringen. Der Aufbau einer modernen Intensivstation im IOCCA (International Operation Center for Children Asmara/Eritrea) war ein sehr großer Erfolg. Mittlerweile wird das ehrenamtlich tätige Team um den Kinderherzchirurgen auch von berufserfahrenen Teams aus der Schweiz und Italien unterstützt.

Herzkind Eritrea

Ein kleiner Patient kurz nach der lebensrettenden Operation.

Die Finanzierung

Wenn Dr. Urban und sein Herzteam vor Ort sind, werden so viele herzkranke Kinder wie irgend möglich operiert. Im Schnitt sind es zwei bis vier Kinder pro Tag. Das setzt eine präzise Planung und Organisation voraus. Und es kostet Geld. Obwohl alle Fachkräfte aus dem Team ehrenamtlich arbeiten, fallen Kosten für die Operationen, die Nachsorge und natürlich die Medikamente an. Dazu kommen die Unterkunft und Verpflegung des Helferteams. Zusätzlich unterstützen wir das IOCCA regelmäßig mit moderner medizinischer Ausstattung wie etwa dem mobilen Röntgengerät oder dem Diathermie-Messer.

kinderherzen deckt einen großen Teil dieser Kosten mit einem Teil der uns anvertrauten Spendengelder. Denn wir möchten, dass alle herzkranken Kinder die Chance auf einen gesunden Start ins Leben haben. Unabhängig davon, wo sie geboren werden. Helfen Sie mit.

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