Emilio ist ein Kämpfer

Emilio ist ein Kämpfer

Der kleine Emilio ist schon seit der ersten Lebensstunde ein Kämpfertyp. Doch seine Mama Jennifer hat immer noch jeden Tag Angst um ihn. Schon früh wurde das Familienleben auf eine harte Probe gestellt:

Als sie im fünften Monat schwanger war, traten damals starke Wehen und sie ging ins Krankenhaus. „Hoffentlich ist alles gut“, waren ihre Gedanken. Dann die Schreckensnachricht: „Mit dem Herzen des Kleinen ist etwas nicht in Ordnung“, sagte ihr Frauenarzt. Eine Welt brach zusammen, Tränen und eine große Leere überschatteten das junge Familienglück.

Die Diagnose HLHS

Schnell folgte für eine genauere Diagnose die Verlegung in die Uniklinik am Bonner Venusberg, wo der Kleine später auch zur Welt kommen sollte. Die dortigen Herzspezialisten bestätigten, dass Emilio an einem schweren Herzfehler leidet: er hat HLHS, das „hypoplastische Linksherz-Syndrom“ – eine Fehlbildung der linken Herzkammer, die unbehandlet in Emilios Fall zum sicheren Tod führen würde.

Forschung gibt Hoffnung

Die Eltern erfahren aber auch von den Ärzten, dass dem Kleinen gut geholfen werden kann: Emilio wird später ein fast ganz normales Leben führen können. Ihr kleiner Junge sollte leben! Sie fassten wieder Mut und sie waren sich sicher: sie schaffen das.

Emilio nach seiner ersten Operation.

Emilio nach seiner ersten Operation.

Emilios Start ins Leben

Am 29. September 2015 kam Emilio schließlich zur Welt. Die Freude war riesig, doch währte nur kurz, denn Emilio musste gleich auf die Intensivstation. Erneut kamen große Zweifel in auf: „Wird alles gut gehen?“
Eine Woche später war der Kleine dann bereits operiert. Alles ist gut verlaufen. Ein Stein fiel den Eltern vom Herzen. Emilio sei ein Kämpfer, er wolle leben, so die behandelnden Ärzte. „Das tut der Seele gut und beruhigt ungemein“, sagt Mama Jennifer.
Bis Emilio ungefähr drei Jahre alt ist, werden noch zwei weitere OPs folgen – auch sie werden gelingen, da sind sich Eltern und Ärzte sicher. „Der Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung waren ungeheuer wichtig.

Man hat jeden Tag Angst, man steht unter Strom, aber man glaubt auch wieder an das Glück, wenn man in das kleine Gesichtchen schaut, das einen herzlich anlächelt“, schließt Emilios Mama hoffnungsvoll.

Eines unserer wichtigsten Projekte: die mitwachsende Herzklappe

Muter mit Kind

Emilio mit seiner Mutter.

Es gibt etwa 2.000 verschiedene angeborene Herzfehler mit unterschiedlicher Schwere.
Bei vielen von ihnen wird irgendwann der Austausch einer Herzklappe nötig. Der übliche Herzklappenersatz aber kann degenerieren und muss eventuell mehrmals erneuert werden. Zudem können diese Klappen nicht mitwachsen und müssen bei Kindern im Wachstum zwangsläufig gegen größere Klappen ausgetauscht werden.

kinderherzen forscht

Wir forschten daher seit vielen Jahre an der Entwicklung einer Herzklappe, die das Potential hat, mitzuwachsen. Forschern in Hannover ist es gelungen, solch eine Klappe aus menschlichen Spenderklappen zu generieren. Doch Spenderklappen sind rar. Nun wollen wir herausfinden, ob sich porcine Herzklappen als Ersatz eignen. Diese wären in ausreichender Anzahl vorhanden, und jedem Kind könnte mit nur einer Operation geholfen werden. Mehr zu unserem Projekt erfahren Sie hier.

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