Herzkatheter-Eingriff für Frishta aus Afghanistan

Herzkind aus Afghanistan

Die kleine Frishta bei ihrer Ankunft in Bonn

Zu Hause in Afghanistan konnte ihr nicht geholfen werden, deshalb holte kinderherzen die kleine Frishta für die lebensrettende Herzoperation ins Kinderherzzentrum Bonn. Die Dreijährige wurde mit einem Loch im Herzen geboren. Einer der häufigsten angeborenen Herzfehler. Normalerweise schließt sich die kleine Öffnung zwischen Haupt- und Lungenschlagader bei Neugeborenen binnen weniger Stunden. Frishtas kleines Herz hat das alleine nicht geschafft, es war im Dauerstress und drohte zu versagen.

Über Professor Dr. Johannes Breuer, Leiter der Kinderkardiologie an der Universitätsklinik Bonn, haben wir von dem Mädchen aus Afghanistan erfahren und schnell entschieden: wir können Frishta helfen!

OP mit Hindernissen

Am 4. Juni 2017 kam die kleine Herzpatientin aus Afghanistan nach Deutschland, um die lebensrettende Herz-OP in Bonn zu erhalten. Leider musste der angesetzte OP-Termin wegen eines banalen Infekts um ein paar Tage verschoben werden. Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten verlief die geplante Operation sehr gut. Die Öffnung in Frishtas Herzen konnten die Ärzte mit einem Pfropfen erfolgreich verschließen. Eine Verengung der rechten Herzklappe zur Lungenschlagader wurde mit einem Ballon aufgeblasen. Beides wurde mittels eines Katheters in der Leiste durchgeführt. „Ein kleines Loch im Herzen bleibt, aber wir sind zuversichtlich, dass es sich in den nächsten zwei bis drei Jahren schließt“ erläutert Breuer nach der Operation.

Ein Zuhause fernab der Heimat

Wenn Frishta nicht in der Kinderklinik war, wohnte sie bei der Bonner Gastfamilie Hartmann. Die Gasteltern haben ihr ein geborgenes Zuhause gegeben und sie zu den Vorsorgeuntersuchungen in die Klinik begleitet.

Freudiges Wiedersehen

Ihre Familie in Afghanistan konnte die kleine Herzpatientin dann Anfang Juli wieder in die Arme schließen. In Begleitung eines Kinderbetreuers ist Frishta in ihre Heimat gereist. Am Terminal flog das Mädchen, dessen Name übersetzt „Engel“ heißt, ihrem überglücklichen Vater in die Arme. Frishta und ihr Vater hatten nach ihrer Ankunft noch eine lange Reise vor sich, denn die Familie lebt in einer südlichen Provinz in einem kleinen Dorf.

Ihre Spenden retten Leben

Die Kosten für die Operation von rund 6.000 Euro konnte kinderherzen dank Ihrer Spendengelder komplett tragen. Frishta bekommt nun in regelmäßigen Abständen die notwenigen Kontrolluntersuchungen in Kabul.

Neuigkeiten aus Kabul

Anfang des Jahres 2018 haben wir die erfreuliche Nachricht erhalten: Frishtas erste Nachuntersuchung weist beste Ergebnisse auf. Ihr geht es prächtig und die Behandlung hat ihr das Leben gerettet!
Wir wünschen ihr und ihrer Familie von Herzen alles Gute!

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