Aktuelle Informationen zum Coronavirus

Herzkind Jana

16.12.2020.HIER finden Sie die offizielle Stellungnahme der Deutschen Herzstiftung e.V. zum Thema „Herzkranke Kinder während der SARS-CoV-2-Pandemie“

Wir informieren darüber wie Sie sich und andere vor einer Infektion mit COVID-19 schützen können und was betroffene Eltern und Erwachsene jetzt beachten sollen. 

Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2

Stand 08.12.2020. Das neuartige Coronavirus wird vor allem durch virushaltige Flüssigkeitspartikel übertragen. Das heißt: Krankheitserreger, die im Rachenraum oder im Atmungstrakt siedeln, gelangen beim Niesen, Husten oder Sprechen durch winzige Speicheltröpfchen an die Luft. Diese virushaltigen Tröpfchen können dann anschließend an die Schleimhäute der Nase, des Mundes oder des Auges anderer Personen gelangen. Zu einer Übertragung kann es aber auch zum Beispiel im Gespräch, beim Schreien oder Singen kommen. (Quelle: Bundesregierung)

Ansteckungsgefahr für herzkranke Kinder und EMAH 

Bitte beachten Sie aber zunächst folgende wichtigen Hinweise:

Die wissenschaftliche Datenlage zum SARS CoV-2 Virus bzw. zur COVID-Erkrankung ist noch sehr unzureichend. Viele hier aufgeführten Einschätzungen basieren auf dem momentanen wissenschaftlichen Kenntnisstand, der sich noch ändern kann. Sie stehen damit ausdrücklich unter Vorbehalt.

Nach bisherigem Wissensstand haben mit SARS CoV-2 infizierte Kinder und Jugendliche bis auf sehr wenige dokumentierte Ausnahmen einen milden Verlaufder Erkrankung. Vereinfacht gesagt kommt es meist erst gar nicht dazu, dass die Lunge „befallen“ und damit das Herz-Kreislaufsystem belastet wird. Entsprechend selten dürfte es zu einer Situation kommen, bei der sich eine angeborene oder erworbene Herzerkrankung negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken könnte. Dies gilt mutmaßlich auch für Kinder mit komplexen angeborenen Herzfehlern einschließlich Glenn-/Fontan-Patienten im Kindesalter, die ihren Alltag ohne gehäufte Infekte oder sonstige Einschränkungen bewältigen können. Sollte es allerdings bei Kindern nach Glenn- oder Fontanoperation oder bei Shunt-abhängigen Lungendurchblutungen doch zu der gefürchteten Lungenentzündung kommen, sind dies sehr ernst zu nehmende Erkrankungsbilder.
Erneut weisen wir darauf hin: Eine definitive „Entwarnung“ können wir hier anhand der sehr unzureichenden Datenlage aber leider nicht geben.
(Quelle: Klinikum der Universität München)

Achten Sie zum Schutz der herzkranken Kinder und EMAH bitte strikt auf folgende Regeln:

  • Halten Sie sich weiterhin an das verordnete Kontaktverbot.
  • Bitte waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife.
  • Bitte desinfizieren Sie Ihre Hände regelmäßig.
  • Halten Sie beim Einkaufen mind. 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen.
  • Tragen Sie in der Öffentlichkeit (z.B. beim Einkaufen oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln) einen Mund-Nasen-Schutz
  • Lüften Sie regelmäßig geschlossene Räume, in denen Sie sich mit mehreren Personen aufhalten
  • Vermeiden Sie direkten Körperkontakt (Handgeben, Umarmungen)
  • Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch – und entsorgen Sie das Taschentuch anschließend in einem Mülleimer.
  • Halten Sie die Hände vom Gesicht fern – vermeiden Sie es, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren.

Bitte halten Sie sich an diese Regeln – Sie schützen damit Leben! 

Impfstoff gegen das Coronavirus 

Aktuelle Informationen rund um den Impfstoff gegen das Coronavirus finden Sie hier.

Was sind typische Symptome einer COVID-19-Infektion?

Die häufigsten Symptome einer COVID-19-Infektion sind Fieber, trockener Husten und Schnupfen. Auch Abgeschlagenheit, Halskratzen sowie Kopf- und Gliederschmerzen usw. treten auf. In seltenen Fällen leiden Betroffene unter Übelkeit und Durchfall.

Bei begründetem Verdacht auf COVID-19 zuerst beim Hausarzt anrufen

Sollten Sie die oben genannten Symptome haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren Hausarzt. Er schätzt ein, ob eine COVID-19-Erkrankung vermutet wird. Alternativ rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 an. Dort wird man über die nächsten Schritte entscheiden und auch Ihre persönlichen Lebensumstände berücksichtigen.
Abhängig vom klinischen Zustand sollten Patienten mit schweren und moderaten Herzfehlern bei einem begründetem Verdacht auf eine Infektion mit COVID-19 grundsätzlich auch dem Kinderkardiologen oder EMAH-Kardiologen vorgestellt werden.

Was soll ich tun, wenn ich oder mein Herzkind Kontakt zu einer infizierten Person hatten?

Wenn Sie oder Ihr Herzkind persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das für Sie zuständige Gesundheitsamt finden Sie hier.

Kontakte vermeiden 

Halten Sie sich zum Schutze aller strikt an das bundesweite Leitlienie zur Reduzierung von Kontakten. Die genauen Regeln der Bundesregierung zum Kontaktverbot finden Sie hier.

Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes

Zusätzlich zu den oben aufgezählten Schutzmaßnahmen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum Pflicht. Das Tragen der Maske dient zum Schutz des Gegenüber und nicht zum Schutz des Trägers der Maske. Sie verringert das Risiko der Ansteckung durch Tröpfcheninfektion beim Niesen, Husten oder Sprechen. Die konsequente Nutzung der Masken kann zur Verlangsamung der Ausbreitung des Virus beitragen.

Wie trage ich die Maske richtig? 

Damit der Mund-Nasen-Schutz wirksam ist, muss er korrekt über Mund und Nase sitzen, also eng anliegen, und sobald er durchfeuchtet ist gewechselt werden. Während des Tragens soll er nicht verrückt oder berührt und nicht um den Hals getragen werden.

Wiederverwendbare Stoffmasken (sogenannte „Community Masken“) sollen nach einmaligem Tragen bei möglichst bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen werden, damit alle darauf haften gebliebenen Viren vollständig abgetötet werden. Die Stoffmasken müssen vollständig trocknen, bevor sie wieder verwendet werden können. Weitere wichtige Informationen zum richtigen Umgang mit dem Mund-Nasen-Schutz und zur Pflege gibt Ihnen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Lesen Sie ergänzend bitte hier auch die vollständige Information des Robert Koch Instituts (RKI).

Was sollten Herzkinder und EMAH präventiv beachten?

  • Besonders wichtig ist nach wie vor die größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion: Meiden Sie den direkten Kontakt zu anderen Menschen und beachten Sie die allgemeinen Verhaltensregeln. Das gilt auch für die Kinder.
  • Nehmen Sie die Symptome bei sich und Ihren herzkranken Kindern frühzeitig wahr und ernst.
  • Nehmen Sie bei Unsicherheiten telefonischen Kontakt zur Hausarztpraxis oder zu anderen beratenden Stellen auf. Dort werden Sie individuell beraten über Maßnahmen für Vorerkrankte und über labordiagnostischer Test auf COVID-19.
  • Wenn in der näheren Umgebung (z.B. im privaten oder beruflichen Umfeld) Fälle von COVID-19 bekannt werden, sollten Sie dies Ihrem Hausarzt ebenfalls mitteilen, um gezielte diagnostische Maßnahmen zu beschleunigen.

LogoUnsere Arbeit für Kinder und Erwachsene mit angeborenem Herzfehler weiter. Gerade jetzt brauchen Herzkinder und ihre Familien unseren Beistand! 

Wann muss ich in Quarantäne?

Falls Sie sich in einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, sollten Sie unbedingt unnötige Kontakte vermeiden und zu Hause bleiben. Falls Sie sich in einer Region aufgehalten haben, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, die aber keine Risikogebiete sind, gilt: Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen nach der Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten Sie, nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis auf die Reise, einen Arzt aufsuchen. Weitere Informationen erhalten Sie auch telefonisch unter 116 117.

Besuche in Krankenhäusern nur, wenn zwingend nötig  

Von Besuchen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist abzusehen, um die Kranken nicht in Gefahr zu bringen. Für Einzelfallausnahmen rufen Sie bitte die Station an und informieren Sie sich direkt im Krankenhaus über die Regelungen. Anrufen, E-Mail oder Video-Chat helfen in dieser Zeit, um Kontakt zu halten, der nicht dringend nötig ist. Ansonsten gilt auch für die Besuche im Krankenhaus oder in Pflegeeinrichtungen sich an die Sicherheitsmaßnahmen zu halten.

 

Wir wünschen besonders den Herzfamilien, EMAH, unseren Spendern und Unterstützern viel Kraft für diese herausfordernde Zeit. Bleiben Sie gesund!

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Ihr Team kinderherzen/Sylvia, Elke, Anja, Anke, Tanja, Stefanie, Orlind, Constanze, Tim, Gisela, Barbara, Reinhard, Jens, Jörg und Cornelia

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Weiterführende Informationen zum Coronavirus/Quellen

Weiterführende Informationen rund um COVID-19 finden Sie u.a. beim Bundesministerium für Gesundheit, beim Robert-Koch-Institut oder bei der Weltgesundheitsorganisation.

Linksammlung: