Aktuelle Informationen zum Coronavirus

Herzkind Jana

Das Coronavirus ist für einige herzkranke Kinder und Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH) ernst. Sie gehören zur Risikogruppe, für die eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus schwerwiegend verlaufen könnte. Aufgrund ihres Herzfehlers ist ihre Lunge oft ohnehin geschwächt. Für die betroffenen Kinder und Erwachsenen ist es während der aktuellen Corona-Pandemie lebenswichtig, sich kollektiv an die Verhaltensregeln zu halten. Herzkranke Kinder und Erwachsene brauchen jetzt besonderen Schutz und unsere Rücksichtnahme. 

Wir informieren darüber wie Sie sich und andere vor einer Infektion mit COVID-19 schützen können und was betroffene Eltern und Erwachsene jetzt beachten sollen. 

Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2

Stand 27.03.2020. Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht die Krankheit COVID-19. Diese ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion, die vorrangig über die Schleimhäute von Mund und Nase, aber auch durch den Kontakt über die Hände erfolgen kann. Die Inkubationszeit (Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbrechen einer Infektionskrankheit) kann bis zu 14 Tage betragen, im Durchschnitt jedoch 5 bis 6 Tage.

Ansteckungsgefahr für herzkranke Kinder und EMAH 

Alle Altersgruppen können sich infizieren und erkranken. Besonders gefährdet für einen schweren Verlauf sind Menschen höheren Alters (60+) und jene, die bereits von Grunderkrankungen betroffen sind. Zu dieser sogenannten Risikogruppe zählen auch Kinder und Erwachsene mit angeborenem und erworbenem Herzfehler. Insbesondere diejenigen, die einen unkorrigierten Herzfehler und/oder deren Lungenfunktion durch den Herzfehler bereits beeinträchtigt ist. Herzkranke Kinder, die einen korrigierten Herzfehler und keine zusätzlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen haben, sind nach dem aktuellen Stand offenbar nicht höher gefährdet, als gesunde Kinder. Dennoch gilt auch für diese Kinder: Seien Sie aufmerksam bei auftretenden Symptomen.

Achten Sie zum Schutz der herzkranken Kinder und EMAH bitte strikt auf folgende Regeln:

  • Halten Sie sich an das verordnete Kontaktverbot.
  • Bitte waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife.
  • Bitte desinfizieren Sie Ihre Hände regelmäßig.
  • Halten Sie beim Einkaufen mind. 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen.
  • Vermeiden Sie direkten Körperkontakt (Handgeben, Umarmungen)
  • Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch – und entsorgen Sie das Taschentuch anschließend in einem Mülleimer.
  • Halten Sie die Hände vom Gesicht fern – vermeiden Sie es, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren.

Bitte halten Sie sich an diese Regeln – Sie schützen damit Leben! Zum Beispiel das von herzkranken Kindern, von denen viele zur Risikogruppe gehören!

Es gibt noch keinen Impfstoff gegen das Coronavirus 

Einen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt es noch nicht. Es wird aktuell daran geforscht. Es wird angenommen, dass es ca. 12 Monate dauert, bis ein sicherer Impfstoff auf dem Markt ist. (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit)

Was sind typische Symptome einer COVID-19-Infektion?

Die häufigsten Symptome einer COVID-19-Infektion sind Fieber, trockener Husten und Schnupfen. Auch Abgeschlagenheit, Halskratzen sowie Kopf- und Gliederschmerzen usw. treten auf. In seltenen Fällen leiden Betroffene unter Übelkeit und Durchfall.

Bei Verdacht auf COVID-19 zuerst beim Hausarzt anrufen

Sollten Sie die oben genannten Symptome haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren Hausarzt. Er schätzt ein, ob eine COVID-19-Erkrankung vermutet wird. Alternativ rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 an. Dort wird man über die nächsten Schritte entscheiden und auch Ihre persönlichen Lebensumstände berücksichtigen.

Kontaktverbot: Nur noch alleine oder zu zweit sein

Halten Sie sich zum Schutze aller strikt an das bundesweite Kontaktverbot, dass am 23. März 2020 um Mitternacht in Kraft getreten ist. Es ist seitdem untersagt sich mit mehr als zwei Personen zu versammeln. Ausnahmen sind die eigenen Angehörigen, mit denen Sie im Haushalt leben. Die Kontaktsperre soll helfen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und dadurch das Gesundheitssystem nicht weiter zu belasten. Außerdem werden Menschen wie Herzkinder und EMAH, die zur Risikogruppe zählen, geschützt.
Die genauen Regeln der Bundesregierung zum Kontaktverbot finden Sie hier.

Was soll ich tun, wenn ich oder mein Herzkind Kontakt zu einer infizierten Person hatten?

Wenn Sie oder Ihr Herzkind persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das für Sie zuständige Gesundheitsamt finden Sie hier.

Was sollten Herzkinder und EMAH jetzt beachten?

  • Besonders wichtig ist die größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion: Meiden Sie den direkten Kontakt zu anderen Menschen und beachten Sie die allgemeinen Verhaltensregeln. Das gilt auch für die Kinder.
  • Nehmen Sie die Symptome bei sich und Ihren herzkranken Kindern frühzeitig wahr und ernst.
  • Nehmen Sie bei Unsicherheiten telefonischen Kontakt zur Hausarztpraxis oder zu anderen beratenden Stellen auf. Dort werden Sie individuell beraten über Maßnahmen für Vorerkrankte und über labordiagnostischer Test auf COVID-19.
  • Wenn in der näheren Umgebung (z.B. im privaten oder beruflichen Umfeld) Fälle von COVID-19 bekannt werden, sollten Sie dies Ihrem Hausarzt ebenfalls mitteilen, um gezielte diagnostische Maßnahmen zu beschleunigen.

LogoUnsere Arbeit für Kinder und Erwachsene mit angeborenem Herzfehler weiter. Gerade jetzt brauchen Herzkinder und ihre Familien unseren Beistand! 

Wann muss ich in Quarantäne?

Falls Sie sich in einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, sollten Sie unbedingt unnötige Kontakte vermeiden und zu Hause bleiben. Falls Sie sich in einer Region aufgehalten haben, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, die aber keine Risikogebiete sind, gilt: Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen nach der Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten Sie, nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis auf die Reise, einen Arzt aufsuchen. Weitere Informationen erhalten Sie auch telefonisch unter 116 117.

Kann eine Grippeimpfung bei Vorerkrankungen vorbeugend wirken, sodass eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus milder verlaufen könnte?

Nein. Die Grippeimpfung könnte aber das Risiko einer Grippeerkrankung senken. Außerdem könnte sie verhindern, dass Personen zwischen den Symptomen von Grippe- und COVID-19 nicht unterscheiden können und fälschlicherweise denken, sie seien an COVID-19 erkrankt. Zusätzlich könnte durch eine geringere Anzahl Grippekranker das Gesundheitssystem entlastet werden.

Besuche in Krankenhäusern sind momentan verboten

Besuche in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind seit dem Kontaktverbot ebenfalls verboten, es sei denn sie dienen der medizinischen oder pflegerischen Versorgung. Eine Ausnahme gilt aus ethisch-sozialen Gründen für Geburts- und Kinderstationen und palliative Einrichtungen. Hierzu informieren Sie sich bitte direkt bei den Einrichtungen.

Wir wünschen besonders den Herzfamilien, EMAH, unseren Spendern und Unterstützern viel Kraft für diese herausfordernde Zeit. Bleiben Sie gesund!

Um besonders jetzt weiterhin an der Seite der herzkranken Kinder sein zu können, brauchen wir dringend Spenden. Unsere Arbeit muss weitergehen. Jeder Euro zählt.
Ihr Team kinderherzen/Sylvie, Elke, Anja, Anke, Tanja, Stefanie, Orlind, Constanze, Tim, Gisela, Barbara, Reinhard, Jens, Jörg und Cornelia

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Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit für herzkranke Kinder.

Weiterführende Informationen zum Coronavirus/Quellen

Weiterführende Informationen rund um COVID-19 finden Sie u.a. beim Bundesministerium für Gesundheit, beim Robert-Koch-Institut oder bei der Weltgesundheitsorganisation.

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