Am Deutschen Herzzentrum München werden Schwangere mit Verdacht auf angeborene Herzfehler des ungeborenen Kindes im Rahmen der spezialisierten Pränataldiagnostik und fetalen Kardiologie betreut. Eine frühzeitige und präzise Diagnose ist entscheidend, um den Schweregrad der Herzfehlbildung bereits vor der Geburt zuverlässig zu beurteilen, die weitere Schwangerschaft engmaschig zu begleiten sowie die Geburt und die unmittelbar nach der Entbindung erforderliche kinderkardiologische und herzchirurgische Versorgung optimal zu planen.

Für diese hochspezialisierten Untersuchungen ist die Anschaffung eines modernen Echokardiographiegeräts unumgänglich. Das derzeit eingesetzte Ultraschallsystem entspricht aufgrund seiner begrenzten Bildqualität und Darstellungsleistung nicht mehr den heutigen Anforderungen der fetalen Echokardiographie. Insbesondere bei komplexen angeborenen Herzfehlern, fortgeschrittenem Schwangerschafts-alter oder erschwerten Untersuchungsbedingungen, beispielsweise bei mütterlicher Adipositas, stößt das vorhandene Gerät an seine diagnostischen Grenzen.
Mehr Diagnosesicherheit für Mutter und Kind
Die eingeschränkte Bildqualität führt in Einzelfällen dazu, dass zusätzliche Untersuchungen in externen Zentren erforderlich werden, um eine valide Diagnosestellung zu ermöglichen. Dies bedeutet für die betroffenen Schwangeren eine zusätzliche Belastung, verzögert diagnostische Entscheidungen und erschwert eine zeitnahe interdisziplinäre Behandlungsplanung.
Eine präzisere pränatale Diagnostik schafft die Grundlage für eine optimale interdisziplinäre Abstimmung zwischen Pränatalmedizin, Geburtshilfe, Kinderkardiologie, Herzchirurgie und Neonatologie. Bereits vor der Geburt können notwendige interventionelle oder operative Maßnahmen besser vorbereitet sowie Zeitpunkt und Ort der Entbindung gezielt geplant werden. Dadurch werden die Behandlungsqualität und die Versorgungssicherheit für Kinder mit angeborenen Herzfehlern nachhaltig verbessert.


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