Trotz folgenschwerem Munitions-Unfall in Burundi: Kinderherzen e.V. operiert herzkranke Kinder vor Ort

Bonn, 10. April 2026: Der Bonner Verein Kinderherzen – Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e.V. führt seine aktuelle medizinische Hilfsmission in Burundi trotz der jüngsten Explosionskatastrophe in der Hauptstadt Bujumbura durch. Nach intensiver Rücksprache mit dem Auswärtigen Amt, der Deutschen Botschaft vor Ort sowie lokalen Partnern startete am 8. April ein Team aus ehrenamtlichen Herzexperten zu einem rund dreiwöchigen Einsatz. Ziel ist es, etwa 20 herzkrank geborenen burundischen Kindern die Chance auf ein weitgehend gesundes Leben zu geben.

 

Nach den verheerenden Explosionen in Bujumbura entsendet der Bonner Verein sein ehrenamtliches Mediziner-Team wie geplant. In der mobilen Klinik MOHKI erhalten rund 20 Kinder eine lebensrettende Herzoperation.

Der Verein hatte die jüngsten Entwicklungen in dem ostafrikanischen Land zunächst mit großer Sorge verfolgt. Am Abend des 31. März 2026 hatten mehrere heftige Detonationen die Wirtschaftshauptstadt erschüttert und die Bevölkerung in Panik versetzt. Auslöser war laut burundischer Armee ein elektrischer Kurzschluss, der einen Brand in einem Munitionslager im Vorort Musaga verursachte. Die offizielle Bilanz der Behörden spricht von mindestens 13 Toten, rund 57 Verletzten sowie massiven Sachschäden an Häusern und Fahrzeugen. Ein Anschlag wurde offiziell ausgeschlossen. Nachdem bereits am Morgen nach den Explosionen wieder Ruhe einkehrte und die Sicherheitskräfte mit Räumungs- und Sicherungsmaßnahmen begannen, konnte die Entsendung des ärztlichen Teams nach eingehender Sicherheitsprüfung bestätigt werden.

„Die Familien einiger unserer Kolleginnen und Kollegen vor Ort sind direkt betroffen von dem tragischen Unglück. Ihnen gilt unser Mitgefühl. Gleichzeitig sind wir erleichtert, dass wir unser Herzexperten-Team nach Burundi entsenden können, denn dort warten Kinder auf uns, deren Herzoperation nicht beliebig aufschiebbar ist“, erklärt Jörg Gattenlöhner, Geschäftsführer des Kinderherzen e.V. Auch die Projektpartner in der strukturschwachen Region zeigt sich dankbar für den unermüdlichen Einsatz aus Deutschland. „Die Not unserer kleinsten Patientinnen und Patienten pausiert nicht wegen einer solchen Katastrophe. Für sie zählt jeder Tag. Wir sind unglaublich froh und dankbar, dass das deutsche Team die Reise angetreten hat, um gemeinsam mit uns Leben zu retten“, betont der burundische Herz- und Gefäßchirurg Nicodème Sinzobahamvya.

 

Über Kinderherzen e.V.

Die Kinderherzen – Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e.V. mit Sitz in Bonn engagiert sich seit mehr als 36 Jahren für die Erforschung und Behandlung von angeborenen Herzfehlern. Der Verein finanziert Forschungsprojekte, stattet Kinderherzzentren aus und rettet mit internationalen Hilfsmissionen weltweit das Leben herzkranker Kinder.

 

Pressekontakte:

Chantal Neumann

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Kinderherzen e.V.

Mobil: 0173 2191088

Tel.: 0228/422 80 221

E-Mail: chantal.neumann@kinderherzen.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildunterschrift: Ein international besetztes Ärzteteam kämpft um ein Kinderherz in Burundi.

Bildnachweis: Chantal Neumann