
Angeborene Herzfehler betreffen Kinder weltweit – doch ihre Chancen auf ein langes Leben hängen noch immer davon ab, wo sie geboren werden.
Bonn, 29. September 2026: Anlässlich des Weltherztags macht der Kinderherzen e.V. auf eine globale Herausforderung aufmerksam: Weltweit kommt etwa jedes 100. Kind mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt! Die betroffenen Kinder benötigen bereits am Anfang ihres Lebens eine spezialisierte medizinische Versorgung. Doch ob sie eine Diagnose, eine lebensrettende Operation und die Chance auf ein langes, möglichst unbeschwertes Leben erhalten, hängt entscheidend davon ab, wo sie geboren werden.
Während in Deutschland mehr als 95 Prozent der Betroffenen das Erwachsenenalter erreichen, fehlt in vielen Ländern des globalen Südens der Zugang zu Kinderkardiologie, Herzchirurgie und qualifizierter Nachsorge.
„Ein angeborener Herzfehler sollte nicht über die Überlebenschancen eines Kindes entscheiden dürfen. Doch genau das geschieht auch heute noch in vielen Regionen der Welt. Dort, wo die medizinischen Möglichkeiten begrenzt sind, helfen wir. Kinderherzen bringt Expertise, Ausbildung und lebensrettende Behandlung zu den Kindern, die sonst kaum die Chance auf ein herzgesundes Leben hätten. Unser Anspruch ist klar: Kleine Herzen sollen überall auf der Welt groß werden dürfen – unabhängig vom Geburtsort eines Kindes“, sagt Jörg Gattenlöhner, Geschäftsführer des Kinderherzen e.V. und ergänzt: „Starke Kinderherzen hier ermöglichen Hilfe für Kinderherzen weltweit.“
Allein in Deutschland werden jedes Jahr rund 8.000 Kinder mit einem Herzfehler geboren – nahezu ein Kind pro Stunde. Eine optimale Versorgung der Betroffenen braucht gut ausgestattete Kinderherzzentren, hoch spezialisierte Fachkräfte und Forschung, die neue und schonendere Behandlungsmöglichkeiten hervorbringt. Kinderherzen e.V. stärkt mit seinen Projekten in Deutschland die Diagnostik, Therapie und Nachsorge sowie innovative Forschungsansätze für kranke kleine Herzen.
Zahlreiche herzkrank geborene Kinder benötigen ein Leben lang spezialisierte medizinische Betreuung, weitere Eingriffe oder Therapien. In medizinischen Notstandsregionen kann dagegen bereits eine fehlende Diagnose über Leben und Tod entscheiden. Daher setzt sich Kinderherzen e.V. sowohl in Deutschland als auch international für herzkranke Kinder ein.
Zum Weltherztag ruft der Kinderherzen e.V. dazu auf, die Situation von kleinen kranken Herzen weltweit sichtbar zu machen und Solidarität zu zeigen. Denn ein angeborener Herzfehler kennt keine Grenzen und gleichzeitig hat jedes Kind das Recht auf medizinische Versorgung und eine herzgesunde Zukunft.
Zum Weltherztag am 29. September ruft Kinderherzen e.V. dazu auf, Solidarität zu zeigen und sich dafür einzusetzen, dass jedes Kind – unabhängig davon, wo es geboren wird – die Chance auf medizinische Versorgung und eine herzgesunde Zukunft erhält. Damit kleine Herzen groß werden.


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